Italien-Konzertreise & Sommernachtskonzert

Nach drei intensiven Probentagen startete das Jugendsinfonieorchester am 8. September zu einer Konzertreise nach Italien. Auf dem Programm standen Auftritte in Cremona (Lombardei) und Tortona (Piemont), kulturelle Exkursionen und zahlreiche gemeinsame Erlebnisse. Nur einen Tag nach der Rückkehr präsentierte das Orchester sein italienisches Programm schließlich auch dem heimischen Publikum beim Sommernachtskonzert am Hohenemser Kirchplatz.

Auftakt am Luganer See

Die Fahrt nach Italien begann mit einer willkommenen Badepause am Luganer See, bevor die Reise weiter nach Pontenure (Emilia-Romagna) führte. Nach der Ankunft im Hotel klang der erste Abend in entspannter Atmosphäre im großen Park neben der Unterkunft aus. Dabei entstand spontan ein kleines Konzert der Bläserabteilung, unterstützt von Streichern am Schlagwerk – ein ungeplanter, aber lustiger Auftakt der Konzertreise.

Cremona – zwischen Geigenbau und Konzert

Am Morgen des 9. September ging es in die Stadt Cremona, dem ersten Konzertort der Reise. Aufgrund eines Sturms in der Vorwoche und wegen des verregneten Abends, musste der Veranstaltungsort kurzfristig erneut geändert werden. Das Konzert fand schließlich im Sala Maffei in der örtlichen Wirtschaftskammer statt.

Auch dort war die außergewöhnliche Situation der vergangenen Tage noch sichtbar: Noch am Nachmittag wurden Fenster repariert, die eine Woche zuvor durch einen Tornado beschädigt worden waren.

Vor dem Konzert nutzte das Orchester die Gelegenheit zu einem Besuch im Violin-Museum von Cremona. Dort konnten einige der weltweit wertvollsten historischen Instrumente von Stradivari, Guarneri und Amati besichtigt und Einblicke in die Entwicklung des italienischen Geigenbaus gewonnen werden.

Vor dem Konzert nutzte das Orchester die Gelegenheit zu einem Besuch im Violinmuseum von Cremona. Dort konnten wertvolle historische Instrumente besichtigt und Einblicke in die Entwicklung des italienischen Geigenbaus gewonnen werden. Beim Anblick der kostbaren Instrumente durfte der ein oder andere wohl auch davon träumen, eines Tages selbst einmal eine Stradivari in den Händen zu halten.

Am Abend stand dann die Musik im Mittelpunkt. Unter der Leitung von Markus Pferscher präsentierte das Jugendsinfonieorchester sein sorgfältig vorbereitetes Programm. Unter den Zuhörerinnen und Zuhörern fanden sich neben dem italienischen Publikum auch einige bekannte Gesichter aus Vorarlberg.Unter den Zuhörerinnen und Zuhörern befanden sich erfreulicherweise auch angereiste Eltern der MusikerInnen.

Durch das Konzert führte Riccardo Di Francesco alias Richard Nachbauer, der die Reise gleich in mehreren Funktionen begleitete: als Sänger im Konzertprogramm, als Moderator und als Busfahrer. Nach dem Konzert brachte er die Reisegruppe sicher zurück nach Pontenure.

Tortona und das Teatro Civico

Am Tag danach führte die Reise nach Tortona. Die Anfahrt zum Konzertort war aufgrund der engen Straßen für unseren 15 Meter langen Doppeldeckerbus bekanntermaßen schwierig. Deshalb wurden wir von der örtlichen Polizei von der Autobahn bis zum Teatro Civico eskortiert. Den Rest machte unser Chauffeur Riccardo mehr als souverän.

Das historische Teatro Civico bot eine eindrucksvolle Kulisse für das zweite Konzert. Die besondere Atmosphäre des Hauses und die für unser Orchester hervorragend geeignete Bühne schufen ideale Voraussetzungen für das zweite Konzert in Italien. Ein Detail am Rande: Die großen Pauken mussten mit einem Seilzug vom Untergeschoß durch den Bühnenboden auf die Bühne transportiert werden. 

Vor gefülltem Saal konnte das Orchester erneut sein Programm präsentieren. Gemeinsam mit Bariton Riccardo Di Francesco wurde der Abend zu einem gelungenen Abschluss der Konzertreise.

Über Mailand zurück nach Hohenems

Auf der Heimreise am Freitag durfte ein Zwischenstopp in der lombardischen Metropole Mailand nicht fehlen. Die Mailänder Scala, die Galerien und schließlich der beeindruckende Domplatz waren den Besuch mehr als wert. Anschließend führte die Fahrt bei bestem Wetter über den San Bernardino zurück nach Vorarlberg.

Viel Zeit zum Ausruhen blieb allerdings nicht: Bereits am folgenden Tag stand das Sommernachtskonzert in Hohenems auf dem Programm.

Open-Air in Hohenems

Nur wenige Stunden nach der Rückkehr aus Italien präsentierte das Jugendsinfonieorchester sein Konzertprogramm auch dem heimischen Publikum.

Den Auftakt gestaltete ein eigens für diesen Anlass formiertes Streichquartett aus Lehrkräften: Camilo Sánchez Gómez und Raphael Höll an den Violinen, Zuko Samela an der Viola und Judith Susana am Cello.

Anschließend übernahm das Jugendsinfonieorchester die Bühne. Der voll besetzte Kirchplatz bot den passenden Rahmen für den musikalischen Abschluss dieser intensiven Konzertwoche. Mit dabei waren erneut Bariton Riccardo Di Francesco und Dirigent Markus Pferscher. Durch das Programm führte locker und unterhaltsam der Schlagwerker Simon Rapp.

Das Programm verband italienische Opernmusik mit Werken aus der Wiener Musiktradition. Auf Ziehrers „Schönfeld-Marsch“ folgten Auszüge aus Bizets Sinfonie „Roma“, Verdis Aida, La Traviata und Nabucco. Mit der Canzone italiana Non ti scordar di me wurde die italienische Liedtradition aufgegriffen, bevor mit Johann Strauß Sohn der Bogen zurück nach Österreich gespannt wurde.

Mit Wildfeuer und dem Walzer An der schönen blauen Donau endete das offizielle Programm. Als Zugaben folgten Claudio Villas Voglio vivere così und schließlich der Radetzky-Marsch von Johann Strauß Vater.

Eine intensive Konzertwoche

Mit der Konzertreise nach Italien und dem anschließenden Sommernachtskonzert in Hohenems liegen ereignisreiche Tage hinter dem Jugendsinfonieorchester. Neben zwei Konzerten in Italien und dem Auftritt vor heimischem Publikum waren es vor allem die gemeinsamen Erlebnisse, die diese Reise geprägt haben.

Von den intensiven Vorbereitungen im Löwensaal über Cremona und Tortona bis zum vollen Kirchplatz in Hohenems: Eine musikalisch anspruchsvolle Woche fand damit ihren erfolgreichen Abschluss.

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