Meisterkurs neben Belvedere, was will man mehr?

Text: Raffaela Witzemann

In den Herbstferien 2018 hatte ich die Ehre, an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien drei Tage lang die Uni-Luft zu schnuppern und sozusagen für kurze Zeit eine echte Konzertfach-Klavier-­Studentin zu sein. Grund für diese Einladung war das Erreichen eines zweiten Preises beim Bundeswettbewerb prima la musica plus in Innsbruck, auf den mich meine damalige Klavierlehrerin Veronika Gillitzer gemeinsam mit meinem jetzigen Klavierlehrer Károly Gáspár vorbereitete.

Es erwarteten mich drei Tage voller Musik, sowohl theoretisch als auch praktisch. Anfangs war ich noch etwas skeptisch da ich, unter Konservatoriums- und UniversitätsstudentInnen aus ganz Österreich und teilweise auch Deutschland, die einzige Musikschulschülerin war. Diese Skepsis verwandelte sich aber sofort in Vorfreude und Eifer, als der erste Unterricht mit einem Uni-Professor begann. Zuvor hatte ich mit meinem Lehrer Werke von Schubert und Rachmaninoff konzertreif vorbereitet, wie es für diesen Meisterkurs verlangt war. Von insgesamt fünf verschiedenen Professoren bekam ich neue Ideen und Gedankenanstöße für die Interpretation meiner Stücke.

Der schöne Konzertsaal der Fakultät

Doch neben dem Unterricht mit verschiedenen Uniprofessoren standen auch Improvisation, Musiktheorie und Cembalo spielen auf dem Stundenplan. Bei einem Meet & Greet konnten wir uns mit den ­StudentInnen unterhalten und auch sonst wurde in den Pausen viel untereinander ausgetauscht. Oft spazierten wir SchnupperstudentInnen zusammen im wunderschönen Belvedere Garten nebenan, aßen dort zu Mittag oder erholten uns einfach von den vielen ­neuen Eindrücken. Der krönende Abschluss, der den Musikhauptstadt-­Flair vollkommen machte, war das Abschlusskonzert in dem wunderschönen Konzertsaal der Fakultät.

Raffaela Witzemann in ihrem Element

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