Das Jahr 2024 neigt sich dem Ende zu und damit enden auch eine Reihe von Konzerten der Lehrenden der tonart Musikschule Mittleres Rheintal. Als vorletztes Konzert in diesem Jahr musizierten die Pianistin Cecilia Gogibedaschwili und Natalia Téllez Ramirez miteinander am 22. November im Festsaal der Musikmittelschule Götzis. Gespielt wurden sowohl Klaviersolowerke als auch Kammermusik mit beiden Instrumenten.
Die gebürtige Taiwanesin Cecilia (Da-Chi) Gogibedaschwili, die den Impuls für dieses Konzert gab. Inzwischen gehört sie zu den längst dienenden Pädagoginnen an unserer Musikschule und ist als feinfühlige Klavierbegleiterin bekannt.

Natalia Téllez Ramirez stammt ursprünglich aus Kolumbien und unterrichtet mittlerweile seit zehn Jahren an unserer Musikschule. Studiert hat sie am Vorarlberger Landeskonservatorium und an der Musikhochschule in Zürich.
Ich muss schon sagen: Als ich das erste Stück auf dem Programm sah, hatte ich so meine Bedenken. „Lively aus der Sonate für Piccolo und Klavier“ stand da geschrieben und die Piccolo ist die sehr, sehr hohe Töne erzeugende Flöte, die andere Instrumente mit Leichtigkeit übertönen kann. Aber: Das Stück des britischen Mike Mower war klug gewählt! Natalia konnte bei diesem Stück zeigen, wie sie sehr sensibel, mit warmem Ton Piccolo spielen kann und wurde dabei vom Klavier ebenso sensibel unterstützt. Ein perfektes, jazziges Stück, das einem die Skepsis vor Kammermusikstücken mit der Piccoloflöte sofort nimmt.
Im Mittelteil des Konzertes zeigte Cecilia Gogibedaschwili die wunderbaren Klangwelten des Klaviers auf. Das Stück von Maurice Ravel trägt den Namen „Ondine“, was sich mit kleinen Wellen übersetzen lässt. Genauso klingt es auch. Ständig perlende Begleitung, unter die sich eine meist tiefere Melodie gesellt. Ein impressionistisches Werk, bei dem Cecilia die Klangvielfalt und die Bilder des Werkes wunderbar aufs Instrument überträgt.
Die darauffolgende Etüde „Transcendante Nr. 10“ von Franz Liszt ist dramatisch angelegt und Cecilia holt dabei alles aus dem Flügel heraus, was möglich ist.
Das zentrale Werk des Abends, die Sonate für Flöte und Klavier Nr. 2 von Sergej Prokofjew, war für mich die Entdeckung des Abends. Fast alle FlötistInnen möchten dieses wunderbare Werk spielen, aber es ist eine echte Herausforderung – vor allem auch für die PianistInnen. Umso erfreuter war Natalia, dass es Cecilias Idee war, dieses Stück gemeinsam zu musizieren. Jeder der vier Sätze der Sonate ist ein musikalisches Kleinod mit eigenständigem Charakter. Das Stück ist auch so komponiert, dass es nur in einem Miteinander von beiden MusikerInnen zu voller Geltung kommt. Diese Herausforderung haben Cecilia und Natalia an diesem Abend nicht nur angenommen, sondern auch gemeistert. Herzlichen Dank für das gelungenes Konzert!_MN
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